Die Preise für Trinkwasser in Sindelfingen wurden zum Jahresbeginn 2026 angepasst. Hintergrund sind die kontinuierlich steigenden Kosten in der Wasserversorgung.
Wasserpreise in Sindelfingen steigen ab 2026
Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Eine sichere und hochwertige Versorgung erfordert einen hohen Aufwand für die Förderung, Aufbereitung und Verteilung des Wassers. Dazu kommen steigende Material- und Lohnkosten für den Unterhalt der Infrastruktur. Beispielsweise gehören dazu Sanierungen von Wasserhochbehältern oder Reparaturen bei Rohrbrüchen. Besonders stark wirken sich die in den letzten Jahren deutlich steigenden Finanzierungskosten durch höhere Zinsen aus. Durch Einsparungen und Effizienzmaßnahmen konnte ein Teil der Kostensteigerungen kompensiert werden. Allerdings war eine Preiserhöhung zum 01.01.2026 nicht vollständig zu vermeiden, um die anfallenden Kosten zur Wasserversorgung decken zu können.
In der Wasserversorgung sind etwa 80% der Kosten verbrauchsunabhängige Fixkosten. Hierunter fallen vor allem Kapitalkosten, Wartungs- und Betriebskosten für Anlagen (Wasserrohrnetz, Brunnen, Behälter, Aufbereitungsanlagen usw.) oder Lohnkosten. Lediglich 20% der Kosten sind variabel in Abhängigkeit des Verbrauchs (z.B. Bezugskosten vom Vorlieferant Bodenseewasserversorgung, Pumpstrom, Wasserentnahmeentgelt).
Aus den oben genannten Gründen steigt sowohl der Arbeitspreis als auch die Grundpreise. Der Arbeitspreis steigt um 11 Cent je m³ auf 2,79 Euro/m³. Die Grundpreise werden abhängig von der Nenngröße und der Bauart des Wasserzählers angehoben. Für den typischen Wasserzähler im Haushalt (Q3=4) steigt der Grundpreis um 62,80 Euro auf 219,79 Euro pro Jahr.
Für einen typischen 4-Personenhaushalt mit dem Zählertyp Q3=4 und einem Jahresverbrauch von 150 m³ und steigen die Kosten der Trinkwasserversorgung damit um 78,84 Euro pro Jahr oder 6,60 Euro pro Monat. Umgerechnet auf einen Liter Verbrauch liegt der neue Wasserpreis damit unter 1/2 Cent pro Liter.